Wach um zwei, erschöpft um sieben — was hilft, wenn Hormone nicht in Frage kommen
Wissenvon Dr. Comoi
ANZEIGE

Fachbeitrag · Schlaf & Wechseljahre

Wach um zwei, erschöpft um sieben — was hilft, wenn Hormone nicht in Frage kommen

Untersucht ist alles, die Werte sind in Ordnung. Und am Ende steht der Satz: In Ihrem Alter ist das normal. Es gibt eine andere Lesart dieser Nächte — sie fragt nicht nach Hormonen, sondern nach der Uhrzeit.

Frau um die fünfzig sitzt nachts allein am Küchentisch
Die eigene Küche, mitten in der Nacht. Für viele Frauen der Ort, an dem diese Stunde vergeht.

Es ist mitten in der Nacht. Und du bist wach.

Du warst eingeschlafen, gut sogar. Aber jetzt bist du wach. Die Uhr sagt kurz nach zwei.

Oder du liegst seit einer Stunde da und schläfst nicht ein. Der Kopf ist hellwach, dabei ist der Körper längst müde.

Oder du wachst auf, weil das Nachthemd klamm ist. Zehn Minuten später frierst du.

Welche der drei Nächte es auch ist — Liegenbleiben hat irgendwann keinen Sinn mehr. Und dann sitzt du eben eine Weile in der Küche.

Drei verschiedene Nächte — und derselbe Morgen. Du stehst auf und bist nicht ausgeruht. Der Tag fängt erschöpft an und bleibt es.

Untersucht ist das längst. Schilddrüse, Eisen, Blutbild, Vitamin D. Zwölf Werte, alle einwandfrei.

In der Schublade liegen Magnesium, Baldrian, vielleicht Rotklee. Einen Monat genommen, dann zurückgelegt.

„In Ihrem Alter ist das normal.“

Ein Satz, der stimmt und nichts nützt. Übersetzt heißt er: warten Sie es ab.

Und dazu gibt es eine Zahl.

Es gibt eine Untersuchung, die genau das gemessen hat, über einen sehr langen Zeitraum: 1.449 Frauen, begleitet über bis zu siebzehn Jahre.

7,4 Jahre So lange dauerten die Beschwerden bei der Hälfte der Frauen. Wer früh anfängt — also schon, bevor die Periode ausbleibt —, liegt im Mittel bei über elf Jahren. Und nach der letzten Periode gehen sie im Schnitt noch weitere 9,4 Jahre weiter. SWAN — Study of Women’s Health Across the Nation, JAMA Internal Medicine 2015

Sieben Jahre. Das sind rund 2.700 Nächte.

Das ist keine Antwort. Das ist eine Wartezeit.

Diesen Satz höre ich jede Woche

Zu mir kommen Frauen zunächst wegen der Haut. Mein Name ist Wei, ich bin Rezepturforscher bei Dr. Comoi — mein Arbeitsalltag ist die Frage, welcher Wirkstoff, in welcher Menge, und warum. Ich lebe seit zwanzig Jahren in Deutschland; gelernt habe ich ursprünglich chinesische Medizin.

Die Gespräche fangen bei der Hautpflege an und enden fast immer woanders. Beim Schlaf, der nicht mehr durchhält. Bei der Hitze. Bei der Stimmung, die kippt.

Und irgendwann kommt fast immer derselbe Satz: Ich hab schon so viel probiert.

Lange hatte ich darauf keine gute Antwort. Bis mir auffiel, dass ich diesen Satz in meiner eigenen Familie nie gehört hatte.

Frauen, die genauso schlafen — und nichts dagegen nehmen

Meine Mutter, meine Großmutter und deren Nachbarinnen, alle in China. Wach nach Mitternacht, nachts durchgeschwitzt, morgens nicht ausgeruht — das kannte dort jede.

Nur wurde nie etwas daraus, das man behandelt. Kein Satz beim Arzt, keine angebrochene Dose in der Schublade, keine Frage, was man dagegen machen könnte.

Als Einziger in der Familie, der Medizin gelernt hat, fand ich das mit der Zeit immer merkwürdiger. Sind die Menschen dort andere?

Alles, was hier angeboten wird, ist eine einzige Idee

Bevor ich das beantworten konnte, musste ich mir ansehen, was es hier überhaupt gibt. Was bekommt eine Frau in diesem Alter, wenn sie nachts nicht mehr durchschläft?

Beim Arzt die Hormontherapie. Sie wirkt, darüber streitet niemand ernsthaft. Nur hat The Lancet 2019 die weltweiten Daten dazu zusammengeführt — Beobachtungsstudien aus den Jahren 1992 bis 2018, insgesamt 108.647 Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind:

1 zusätzlicher Brustkrebsfall auf 50 Anwenderinnen bei fünf Jahren Einnahme ab dem 50. Lebensjahr. Und das erhöhte Risiko verschwindet nach dem Absetzen nicht sofort — es bleibt über zehn Jahre hinweg messbar. Collaborative Group on Hormonal Factors in Breast Cancer, The Lancet 2019

Deshalb steht in den Leitlinien heute: so niedrig dosiert wie möglich, so kurz wie möglich. Und deshalb fällt dieser Weg für viele Frauen von vornherein aus — wegen der Familiengeschichte, wegen einer Vorerkrankung, oder schlicht, weil sie es nicht will.

Wenn du bis hierher gelesen hast, gehörst du vermutlich dazu.

Bleibt das Regal in der Drogerie: Rotklee, Soja, Isoflavone. Rezeptfrei, nicht teuer, und es sieht aus wie der sanfte Gegenentwurf. Ist es aber nicht. Phytoöstrogene tun dasselbe wie eine Hormontherapie, nur sehr viel schwächer — sie ersetzen teilweise, was gerade weniger wird. Kein anderer Weg. Derselbe Weg in einer kleineren Dosis.

Cochrane, die Einrichtung, die weltweit Studien zusammenfasst und bewertet, hat genau diese Präparate ausgewertet:

43 Studien. 4.084 Frauen. Kein überzeugender Beleg. Wörtlich: Es gibt keine schlüssigen Hinweise darauf, dass Phytoöstrogen-Präparate Häufigkeit oder Schwere von Hitzewallungen und Nachtschweiß verringern. Cochrane Database of Systematic Reviews, CD001395

Und trotzdem steht das Zeug in jeder Drogerie. Und trotzdem liegt in deiner Schublade eine angebrochene Dose davon.

Ich will hier nichts schlechtreden. Hormone haben ihren Platz, und für manche Frau sind sie genau das Richtige. Ich biete auch keinen Ersatz dafür an.

Aber beides — das Rezept und das Regal — zielt auf dasselbe: auf das Hormon. Stärker oder schwächer, verschreibungspflichtig oder nicht, es wird ersetzt, was weniger wird.

Den Begriff „Hormon“ gibt es seit 1905.

In den Arzneibüchern, aus denen ich gelernt habe, kommt er nicht vor; das älteste davon ist rund achtzehnhundert Jahre alt. Die Umstellung selbst gibt es dagegen, seit es Menschen gibt, und sie läuft in Gansu nicht anders ab als in Hamburg. Irgendjemand muss dort also etwas mit diesen Nächten gemacht haben — ohne den Begriff, ohne Präparat, ohne Ersatz für irgendetwas.

Ich habe angefangen, in den alten Texten nachzulesen. Was dort zu diesen Nächten steht, fängt nicht bei einem Stoff an. Es fängt bei einer Frage an.

In diesem Beitrag
  • Warum es einen Unterschied macht, um welche Uhrzeit du nachts wach wirst — und was eine zweitausend Jahre alte Lesart daraus liest.
  • Was Frauen in einem Hochtal in Gansu machen, wenn sie nachts wach werden — und warum es dort keine Nahrungsergänzungsmittel gibt.
  • Warum die fünf, sechs Dosen in deinem Küchenschrank nichts bewirkt haben. Der Grund steht auf der Rückseite jeder einzelnen.
  • Die eine Zahl auf der Dose, an der du erkennst, ob ein Pflanzenpräparat überhaupt eine Chance hat.

Und dann die Frage, die mir bis dahin niemand gestellt hatte

Irgendwann habe ich aufgehört zu fragen, ob jemand schlecht schläft. Ich habe angefangen zu fragen: wann.

Beim Einschlafen? Mitten in der Nacht? Gegen Morgen?

Beim Arzt heißen alle drei gleich: Schlafstörung. Eine Diagnose, drei völlig verschiedene Nächte.

Die chinesische Medizin macht an dieser Stelle etwas anderes. Sie teilt den Tag in zwölf Abschnitte zu je zwei Stunden, und jeder Abschnitt gehört einem Funktionskreis. Das ist kein Symbolsystem, sondern eine Ordnung, die aus Beobachtung entstanden ist: Über Jahrhunderte wurde aufgeschrieben, wann was auftritt — und es wiederholte sich, Nacht für Nacht.

21 – 23
Dreifacher Erwärmer
23 – 1
Gallenblase
1 – 3
Leber
3 – 5
Lunge
5 – 7
Dickdarm

Wer um elf noch wach liegt und nicht einschläft, ist im Fenster der Gallenblase. Wer um zwei wach im Bett liegt und denkt, im Fenster der Leber. Und wer gegen vier durchgeschwitzt aufwacht, im Fenster der Lunge.

Das ist die Stelle, an der die meisten Frauen, mit denen ich darüber gesprochen habe, zum ersten Mal aufhorchen. Nicht weil es exotisch klingt. Sondern weil zum ersten Mal jemand einen Unterschied macht zwischen ihrer Nacht und der Nacht der Nachbarin.

Und weil daraus etwas folgt: Eine Rezeptur, die nach der Uhrzeit fragt, ist nicht für „die Wechseljahre“ gemacht. Sie ist für eine bestimmte Art von Nacht gemacht.

Die Nacht ist Ruhe. Sie ist die Zeit, in der sich sammelt, was tagsüber ausgegeben wurde — und in der etwas zurückkehren soll.

In den alten Texten stehen zu diesen Nächten nicht nur Uhrzeiten. Es stehen dort Dinge, die du sofort wiedererkennst, wenn sie dich betreffen:

Beschrieben ist das seit dem 3. Jahrhundert. Und ich höre es bis heute in der Sprechstunde, fast im Wortlaut.

Damit hatte ich endlich eine Frage, die zu diesen Nächten passt. Was ich nicht hatte, war das, was man dort damit macht. Dafür musste ich hin.

Ich habe die Frauen gefragt, die diese Wurzeln ernten

Also bin ich hingefahren. Nach Minxian, einem Landkreis in Gansu im Nordwesten Chinas — eines der wichtigsten Anbaugebiete für Heilkräuter überhaupt. Die Luft ist dünn, Herbst und Winter sind lang.

Terrassenfelder im Hochland von Gansu bei der Ernte im Herbst
Minxian, Gansu, im Herbst. Zweitausendvierhundert Meter. Geerntet wird einmal im Jahr, von Hand.

Geerntet haben Frauen in meinem Alter, Mitte fünfzig, und sie waren flinker als die Jungen. Sie steigen vor Sonnenaufgang hinauf und haben am Ende eines Tages mehr Weg hinter sich als ich.

Beim Warten habe ich ein paar von ihnen gefragt. Wachst du nachts auf? Ja. Wann? Meistens nach Mitternacht. Schwitzt du nachts? Manchmal.

Es ist dasselbe. Dieselben Jahre, dieselben Nächte, dieselbe Uhrzeit.

Aber dort behandelt das niemand als etwas, das man lösen muss.

Ich habe in Minxian keine einzige Dose Nahrungsergänzung gesehen. Nicht in den Häusern, nicht in den Regalen. Nicht, weil es sich niemand leisten könnte — es gibt diese Kategorie dort schlicht nicht. In der Apotheke im Ort stehen Medikamente, und die sind für Kranke.

Diese Frauen sind nicht krank.

Am Abend bin ich mit einer der Erntehelferinnen zu ihr nach Hause gegangen. Sie hat die frische Wurzel, die sie am selben Tag ausgegraben hatte, gewaschen und aufgeschnitten, ein paar Gewürze dazugegeben — und alles in einen Topf Hühnersuppe getan.

Ein Topf Hühnersuppe mit Wurzelscheiben, Datteln und Ingwer auf einem Herd
Kein Rezept — ein Gericht. Am Tisch sitzen alle: Kinder, Männer, die Großmutter.

Als die Suppe auf den Tisch kam, hatte ich sofort den Geruch von früher in der Nase. So wie jedes Land seine eigene Würze hat, hat diese Wurzel diesen einen krautigen Ton, an dem man nicht vorbeikommt.

Und dort saß es dann auf dem Tisch: kein Mittel, kein Präparat, keine Kur. Ein Essen. Nur liegen für die, die es gerade brauchen, ein paar Wurzeln mit im Topf, die still ihre Arbeit tun.

Gegessen haben alle davon: die Kinder, ihr Mann, die Großmutter. Das geht, weil der Schlaf in dieser Lesart nie eine Frage der Hormone war — und damit auch keine Frage des Alters und keine des Geschlechts. Sondern eine Frage dessen, was der Körper nachts eigentlich tun soll.

Diesen Topf kann ich dir nicht ins Haus stellen. Was darin liegt, schon.

Es sind zwei Wurzeln. Mehr sind es nicht.

Danggui — auf den Dosen im Handel steht meist die westliche Schreibweise Dong Quai — und Baishao. Auf Deutsch: Chinesische Engelwurz und die Wurzel der weißen Pfingstrose.

當歸
Dāng guī
„Sollte zurückkehren.“
Der Name dieser Wurzel ist ein vollständiger Satz. Genau das ist es, was in einer Nacht geschehen sollte.

Danggui ist in China kein beliebiges Kraut. In den klassischen Texten steht sie als das erste Mittel der Frauenheilkunde — nicht als eines von vielen. Sie taucht schon im ältesten erhaltenen Arzneibuch Chinas auf, etwa aus dem 2. Jahrhundert.

Nicht seit zehn Jahren. Nicht seit einer Studie. Seit etwa achtzehnhundert Jahren.

Aufgeschlagenes altes chinesisches Arzneibuch neben getrockneten Danggui-Wurzelscheiben
Ein Arzneibuch, wie es hier gemeint ist. Daneben: getrocknete Danggui-Scheiben.

Und sie steht dort fast nie allein. Neben ihr steht Baishao — seit neunhundert Jahren, in denselben Rezepturen.

Danggui geht hinaus und holt. Baishao hält die Tür.
Die eine bringt in Bewegung, was stehengeblieben ist. Die andere sorgt dafür, dass das Geholte nicht sofort wieder hinausfliegt — und dass die Tür nicht zuschlägt.

Das ist keine Metapher, die ich mir ausgedacht habe, sondern die Logik, nach der die chinesische Rezepturlehre gebaut ist: Ein Mittel bewegt, ein zweites hält dagegen. Ohne das Gegenstück wird aus Bewegung Unruhe.

Wir haben diese Rezeptur nicht erfunden. Wir haben sie nur nicht geändert.

Bleibt die Frage, warum das andere nichts gebracht hat

Eine Pflanze war da ja auch drin. In dem Baldrian, im Rotklee, im Nachtkerzenöl. Trotzdem steht die Dose halb voll im Schrank.

Wenn in der Sprechstunde dieser Satz fällt — ich hab schon so viel probiert —, lasse ich mir aufzählen, was im Schrank steht. Es ist erstaunlich oft dieselbe Liste.

Rotklee und Soja in dieser Liste kennst du schon — die kleine Ausgabe der Hormontherapie. Bei den übrigen ist der Grund ein anderer.

Fünf, sechs Dosen, die nichts miteinander zu tun haben. Jede einzelne zielt auf ein Symptom. Keine einzige stellt die Frage, was dem Körper in dieser Zeit eigentlich fehlt.

Das ist der eine Grund. Der zweite steht auf der Rückseite.

Dreh eine dieser Dosen um und lies das Etikett

Wenn dort steht Baldrianwurzel, gemahlen, 300 mg — dann sind das dreihundert Milligramm gemahlene Wurzel. Ein Drittel Gramm.

Zum Vergleich: In einem Baldriantee, wie ihn dir eine Apothekerin aufschreiben würde, stecken zwei bis drei Gramm. Das Zehnfache. In einer Tasse Tee.

Und wenn dort nur Extrakt steht, ohne eine Zahl daneben? Dann sagt dir die Dose nicht, wie viel Pflanze darin steckt. Sie kann alles bedeuten.

Die Zahl, die du suchst, sieht so aus: 5:1. Oder 10:1.

Sie sagt, wie viele Teile getrocknete Pflanze zu einem Teil Extrakt eingekocht wurden. Fünf zu eins heißt: In dem, was du schluckst, steckt die fünffache Menge Pflanze.

Steht diese Zahl nicht auf der Dose, ist das keine Nachlässigkeit im Druck.

Als ich anfing, mir die Präparate meiner Patientinnen genauer anzusehen, war das der Moment, in dem vieles zusammenfiel. Es lag selten daran, dass die Pflanze nichts kann. Es lag daran, dass fast nichts davon drin war.

Und jetzt dieselbe Zahl, auf meiner eigenen Dose

Kaum jemand hier kann jeden Tag stundenlang neben einem Topf stehen — so gut er auch riecht. Also habe ich genau das gemacht, was in Minxian am Herd passiert, nur zu Ende: einkochen, bis es in eine Kapsel passt.

Der Unterschied ist derselbe wie zwischen Espresso und Americano. Dieselbe Bohne, dieselbe Menge — beim einen ist nur das Wasser noch dabei.

Oder nimm die Ingwer-Shots, die es seit ein, zwei Jahren in jedem Supermarkt gibt. Zwei, drei Euro, ein Schluck, und dir wird sofort warm. Weil in dem kleinen Fläschchen eine ganze Handvoll Ingwer steckt, stundenlang eingekocht. Ein paar frische Scheiben im Tee sind dieselbe Pflanze — nur bleibt es beim bisschen Scharf auf der Zunge.

Fünf Teile luftgetrocknete Wurzel, eingekocht auf zwei Kapseln. 5:1.

Das ist die Zahl, die du oben auf deinen eigenen Dosen gesucht hast. Bei uns steht sie vorn drauf. Als Pulver wären das mehrere Löffel; das Einkochen dauert Stunden, so wie am Herd.

Das Ganze heißt „SIEBEN“.

Wei hält eine SIEBEN-Kapsel zwischen Daumen und Zeigefinger
Zwei Wurzeln, stundenlang eingekocht, bis sie hier hineinpassen. Zwei Stück am Morgen.

Was in einer Tagesdosis steckt

Danggui-Extrakt200 mg · 5:1, fünffach eingekocht, aus Minxian
Baishao150 mg · Wurzel der weißen Pfingstrose, gemahlen
Magnesium75 mg · als Bisglycinat
Vitamin B61,4 mg · als P-5-P, 100 % des Referenzwertes
KapselhülleHPMC · pflanzlich, vegan
Zusatzstoffe / Allergenekeine
Magnesium und Vitamin B6 arbeiten auf derselben Seite: Beide tragen zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei, zu einer normalen psychischen Funktion und zur normalen Funktion des Nervensystems. Vitamin B6 außerdem zur Regulierung der Hormontätigkeit, Magnesium zur normalen Muskelfunktion.

Zwei Kapseln am Morgen. Vier Wochen. Dann urteilst du.

Zwei Kapseln, einmal am Tag, am besten zum Frühstück. Nicht, weil der Morgen der bessere Zeitpunkt wäre — sondern weil eine feste Uhrzeit der einzige Grund ist, aus dem man so etwas über Wochen durchhält. Die Dose steht nicht im Schrank, sondern neben der Kaffeemaschine. Das ist der ganze Trick.

Und ab der zweiten Woche: Schreib einmal am Tag eine einzige Zahl auf — die Uhrzeit, zu der du wach geworden bist. Nach vier Wochen hast du eine Spalte. Ab da entscheidest du nicht mehr auf Verdacht.

Was eine Ernte im Jahr bedeutet

Danggui braucht drei Jahre bis zur Reife und wird einmal im Jahr geerntet, im Herbst. Nach dem Trocknen, dem Aussortieren und der Laborprüfung bleibt gut die Hälfte auf der Strecke.

Aus tieferen Lagen gäbe es sie auch: billiger, ganzjährig verfügbar, nach einem Jahr erntereif. Drei Winter und ein Winter ergeben nicht dieselbe Wurzel. Genau dafür ist der Name Minxian in China seit Jahrhunderten etwas wert.

Bis heute sind aus dieser Charge 122 Dosen reserviert.

Eine Dose · 60 Kapseln · ein Monat29 €
Drei Dosen · einzeln versiegelt · portofrei79 €

Das sind 97 Cent am Tag — oder 88 Cent am Tag, wenn du gleich drei nimmst. Einmalkauf. Kein Abo, keine automatische Verlängerung, nichts zu kündigen.

SIEBEN ansehen →Zusammensetzung, Preise, Versand

Versand ab Ende September · Ungeöffnete Dosen: 90 Tage Rückgabe

Kurz beantwortet

Was genau macht SIEBEN anders als das, was in meinem Schrank steht?Zwei Dinge. Erstens die Menge: 5:1 heißt, dass in zwei Kapseln die fünffache Menge getrockneter Wurzel steckt. Die meisten Pflanzenpräparate im Regal nennen kein Verhältnis, weil sie gemahlenes Pulver enthalten. Zweitens die Auswahl: Es sind zwei Wurzeln, die zusammengehören, nicht fünf Einzelstoffe gegen fünf Symptome.
Ist das ein Ersatz für Hormone?Nein, und es ist auch keiner gedacht. Es ist ein anderer Weg, der aus einer anderen Medizin kommt. Wenn für dich eine Hormontherapie in Frage kommt und du sie willst, sprich mit deiner Ärztin darüber.
Wann kommt es an?Versendet wird ab Ende September, fortlaufend — sobald diese Charge abgefüllt und in Deutschland geprüft ist. Ein Datum auf den Tag genau nennen wir bewusst nicht, weil wir keins erfinden wollen. Die Zustellung dauert in Deutschland dann üblicherweise 1–3 Werktage.
Wann wird abgebucht — und komme ich wieder raus?Abgebucht wird bei der Bestellung; dafür ist dein Platz in dieser Charge verbindlich reserviert. Solange nicht versendet ist, kannst du jederzeit formlos stornieren und bekommst den vollen Betrag zurück. Die 90 Tage Rückgaberecht beginnen erst mit der Lieferung, nicht heute.
Warum überhaupt reservieren und nicht einfach kaufen?Weil es kein Regal gibt, aus dem hier etwas genommen wird. Minxian-Danggui kommt einmal im Jahr aus dem Boden; bis daraus etwas wird, das sich abfüllen lässt, vergehen Monate. Was am Ende herauskommt, steht dann für zwölf Monate fest.
Riecht oder schmeckt es?Die Kapselhülle ist geruchsneutral und pflanzlich. Aufstoßen wie bei Fischöl gibt es hier nicht.
Wie lange reicht eine Dose?60 Kapseln, zwei am Tag — genau ein Monat.
Ich nehme Medikamente.Bei dauerhafter Medikamenteneinnahme — besonders bei Blutgerinnungshemmern —, in Schwangerschaft und Stillzeit vorher ärztlich abklären.
Abo oder Einmalkauf?Einmalkauf. Kein Abo, keine automatische Verlängerung, nichts zu kündigen.
Verfügbarkeit prüfen →29 € die Dose · 79 € für drei

Versand ab Ende September · Ungeöffnete Dosen: 90 Tage Rückgabe

Wichtiger Hinweis: SIEBEN ist ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Arzneimittel. Es ist nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu heilen, zu lindern oder ihnen vorzubeugen, und ersetzt keine ärztliche Behandlung, keine ausgewogene Ernährung und keine gesunde Lebensweise. Die empfohlene Tagesdosis darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Bei bestehender Medikamenteneinnahme — insbesondere Blutgerinnungshemmern —, in der Schwangerschaft und Stillzeit vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen.

Die Darstellungen zur chinesischen Medizin geben eine traditionelle Lehre wieder und sind keine medizinische Aussage über die Wirkung der enthaltenen Pflanzen.

Das 90-tägige Rückgaberecht ist eine freiwillige Leistung und gilt zusätzlich zum Widerrufsrecht aus der Widerrufsbelehrung. Es setzt voraus, dass die Ware ungeöffnet und versiegelt ist; bei Mehrfachpackungen gilt es für jede Einheit gesondert, erstattet wird der anteilige Kaufpreis je Dose. Die gesetzliche Mängelhaftung von zwei Jahren bleibt unberührt.

Die im Text hervorgehobenen Angaben zu Vitamin B6 und Magnesium sind zugelassene gesundheitsbezogene Angaben gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 und beziehen sich ausschließlich auf die genannten Nährstoffe.

Quellen & Weiterlesen

Die drei im Text genannten Untersuchungen, dazu die Rubrik „Wissen“ von Dr. Comoi. Alles frei zugänglich, ohne Bestellung. Alle Links öffnen sich in einem neuen Tab — dieser Beitrag bleibt offen.

SIEBEN ansehenZwei Wurzeln, eingekocht · Danggui und BaishaoAnsehen →

Über heavyrun Reportagen

heavyrun Reportagen ist die Redaktion der Brandsstock GmbH in Hamburg. Wir veröffentlichen längere Beiträge zu den Themen, aus denen unsere eigenen Produkte entstehen: Naturheilkunde, Ernährung, Herkunft von Rohstoffen. Geschrieben werden sie von den Menschen, die an diesen Produkten arbeiten — Rezepturforscherinnen und Rezepturforscher, Einkäufer, Laborleiter.

Was das heißt — und was nicht

Wir sind keine unabhängige Redaktion und geben nicht vor, eine zu sein. Unsere Beiträge sind Werbung und als Anzeige gekennzeichnet. Sie sind keine Nachrichtenpublikation, kein Verbraucherschutzbericht und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Was wir dafür bieten können: Die Person, die einen Beitrag schreibt, hat die beschriebene Rezeptur tatsächlich zusammengestellt, war tatsächlich in dem Anbaugebiet und kennt die Zahlen auf dem Analysezertifikat. Das ist eine Nähe zum Gegenstand, die eine Redaktion so nicht haben kann.

Wie wir uns finanzieren

Unsere Beiträge sind kostenfrei zugänglich, weil wir an den Produkten verdienen, die darin vorkommen. Es gibt bei uns keine Affiliate-Partner und keine bezahlten Produktplatzierungen Dritter: Alles, was hier beworben wird, ist ein eigenes Produkt der Brandsstock GmbH.

Umgang mit Quellen

Wo wir Zahlen aus Untersuchungen nennen, steht die Quelle darunter und am Seitenende verlinkt. Aussagen aus der traditionellen chinesischen Medizin kennzeichnen wir als das, was sie sind: eine über Jahrhunderte überlieferte Lehre, keine medizinische Wirkaussage.

Impressum

Brandsstock GmbH, Shanghaiallee 10, 20457 Hamburg · HRB 144597 · USt-IdNr. DE310060759. Dr. Comoi und heavyrun sind Marken der Brandsstock GmbH.