„In Ihrem Alter ist das normal." Heute weiß ich, dass das so nicht stimmt.
Wissenvon Dr. Comoi
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Schlaf & Wechseljahre

„In Ihrem Alter ist das normal." Heute weiß ich, dass das so nicht stimmt.

Sechs Jahre lang bin ich nachts um zwei wach geworden. Kein Arzt hat mich je gefragt, wie spät es dabei war.

29. August 2026, 06:40 Uhr  ·  9 Min. Lesezeit

Ich saß im Wartezimmer und wartete auf eine Erklärung. Ich bekam einen Satz.

„In Ihrem Alter ist das normal. Das geht vorbei."

Der Termin hatte elf Minuten gedauert. Ich weiß das, weil ich danach im Auto saß und auf die Uhr geschaut habe.

Sechs Jahre Routine. Jedes Mal dieselben Untersuchungen, jedes Mal dasselbe Ergebnis. Irgendwann habe ich mich gefragt, wozu dieser ganze Ablauf eigentlich gut sein soll.

Gefragt haben sie schon. Nur hat mit der Antwort nie jemand etwas angefangen.

Es war nicht so, dass sich niemand gekümmert hätte. Es wurde viel untersucht.

Blutbild. Schilddrüse. Eisen. Vitamin D. Einmal sogar ein Schlaflabor, drei Nächte lang, mit Kabeln am Kopf.

Alles in Ordnung.

Jemand schaute auf ein Blatt Papier, nickte und sagte, dass da nichts sei. Dann war der Termin vorbei.

Das ist der Teil, den ich am schwersten ertragen habe. Nicht dass mir niemand helfen konnte.

Sondern dass alle nur geschaut haben, ob etwas kaputt ist — und keiner gefragt hat, wann es passiert.

Und ja — gefragt wurde ich durchaus. Ob ich schlecht schlafe. Wie lange. Wie oft in der Woche. Einmal habe ich vier Wochen lang ein Schlaftagebuch geführt, mit Uhrzeiten, jeden Morgen eingetragen.

Die Uhrzeit stand also da. Sie stand in jedem Fragebogen, den ich je ausgefüllt habe.

Sechs Jahre lang hat nur nie jemand etwas damit gemacht. Sie war eine Zahl unter vielen, und danach kam trotzdem derselbe Satz.

Angefangen hat es damit, dass ich Termine abgesagt habe

Zuerst waren es Kleinigkeiten.

Das Kino am Freitag. Der Geburtstag einer Kollegin. Das Wochenende bei meiner Schwester, weil die Fahrt zwei Stunden dauert und ich mich nicht mehr getraut habe, so lange zu fahren.

Ich hatte für alles einen Grund parat.

„Diese Woche passt es schlecht."

„Ich melde mich, wenn es ruhiger wird."

Es wurde nie ruhiger.

Dann habe ich angefangen, den Tag umzuräumen. Ohne dass es mir aufgefallen wäre.

Kundinnen vormittags. Einkaufen vormittags. Steuerkram, Telefonate, Bestellungen — alles, wofür man einen klaren Kopf braucht, vormittags. Spättermine habe ich irgendwann einfach nicht mehr angeboten.

Ab vier war ich noch da. Aber nicht mehr ganz.

Das Merkwürdige ist: Die Müdigkeit war nicht das Schlimmste daran.

Das Schlimmste war, dass ich mich auf mich selbst nicht mehr verlassen konnte.

An der Kasse im Supermarkt hat das Kartenlesegerät zweimal nicht funktioniert. Beim zweiten Mal standen mir die Tränen in den Augen. Wegen eines Kartenlesegeräts.

Zu Hause habe ich meinen Mann angefahren, weil er die Spülmaschine falsch eingeräumt hat. Zehn Minuten später habe ich mich entschuldigt. Am nächsten Tag wieder, wegen etwas anderem.

Dazwischen die kleinen Sachen, über die man lacht. Die Milch stand im Schrank. Eine Kundin, die seit elf Jahren zu mir kommt, habe ich mit dem falschen Namen angesprochen. Ich bin in die Küche gegangen und wusste nicht mehr, warum.

Und dann waren da die Tage, an denen alles ganz normal war. Das hat es fast noch schwieriger gemacht. Weil man dann denkt: Siehst du, es geht doch.

Einzeln ist nichts davon der Rede wert.

Zusammen ergeben sie einen Menschen, den ich nicht kannte.

Am schlimmsten war nicht die Nacht. Es war der Morgen danach.

Die Nacht selbst hatte fast schon etwas Vertrautes.

Aufwachen. Auf die Uhr schauen. 02:14. Manchmal 01:50, manchmal kurz vor drei. Nie so, dass ich sofort wieder einschlafen konnte, und nie so, dass ich richtig wach war.

Und dann rechnet man. Ich glaube, das machen alle. Man schaut auf den Wecker und rechnet aus, wie viel Nacht noch übrig ist. Um Viertel nach zwei sind es noch drei Stunden und ein bisschen. Ab halb vier lohnt sich das Rechnen nicht mehr, dann liegt man nur noch.

Dann liegt man da und denkt an Dinge, die tagsüber überhaupt kein Problem sind. An eine Rechnung. An einen Satz, den jemand vor zwei Wochen gesagt hat. An nichts Bestimmtes.

Und irgendwann kommt die Hitze. Nicht jede Nacht, aber oft genug, dass ich das Laken gewechselt habe, bevor ich mich wieder hingelegt habe.

Frau um die fünfzig sitzt nachts allein am Küchentisch
Irgendwann bin ich einfach aufgestanden. Sitzen war besser als liegen.

Der Morgen war schlimmer.

Ich bin Kosmetikerin. Seit sechsundzwanzig Jahren, seit achtzehn davon im eigenen Salon. Mein Beruf ist es, Gesichter anzusehen.

Und irgendwann sah ich morgens im Spiegel genau das, was ich bei meinen Kundinnen sofort erkenne. Nicht Falten. Etwas anderes.

Ein Gesicht, das im Ruhezustand traurig aussieht, obwohl der Mensch dahinter es nicht ist.

Im Januar blieb meine Enkelin Mila über Nacht. Sie war sechs. Wir saßen morgens am Küchentisch, sie hat mich eine Weile angeschaut, so wie Kinder das tun, ohne Umweg.

„Oma, bist du traurig?"

Ich habe gesagt: Nein, mein Schatz. Oma ist nur ein bisschen müde.

Sie hat genickt und weitergefrühstückt. Ich bin ins Bad gegangen und habe die Tür zugemacht.

Vielleicht kennst du das alles

Wenn du bis hierher gelesen hast, dann wahrscheinlich nicht aus Neugier.

Dann kennst du den Blick auf den Radiowecker. Und du kennst diesen Satz vom Arzt, oder eine Variante davon.

Ich möchte dir eine Sache sagen, die mir damals niemand gesagt hat.

Es liegt nicht an dir. Und es muss nicht sechs Jahre dauern.

Was ich alles ausprobiert habe

Die Liste ist lang, und ich schäme mich ein bisschen dafür.

Baldrian, in drei verschiedenen Marken. Magnesium abends. Melatonin-Sprays aus der Apotheke. Rotklee, weil eine Bekannte gesagt hat, das sei das Richtige für die Wechseljahre. Später Nachtkerzenöl.

Dazu die Dinge, die man eben so macht. Kein Kaffee nach zwölf. Kein Bildschirm im Bett. Lüften. Zählen.

Ich habe irgendwann angefangen mitzuschreiben. Nicht aus Ordnungsliebe — ich wollte wissen, ob ich mir das nur einbilde.

Baldrian, drei Marken, über vier Jahreca. 180 €
Magnesium, abends, durchgehendca. 220 €
Melatonin-Sprays aus der Apothekeca. 150 €
Rotklee und Nachtkerzenölca. 260 €
Zwei Matratzen, eine Nackenrolle, ein Lichtweckerca. 1.400 €
Sechs Jahre, in denen sich nichts geändert hatrund 2.200 €

Zweitausendzweihundert Euro. Und keine einzige durchgeschlafene Nacht dafür.

Eine Hormontherapie kam für mich nicht in Frage. Das hatte einen Grund in meiner Familie, und ich habe die Entscheidung nie bereut.

Was ich damals nicht wusste, hat mir später jemand erklärt. Und es hat mich ehrlich geärgert.

Rotklee, Soja, Nachtkerze — das ist derselbe Weg wie die Hormone. Nur schwächer und ohne dass es jemand kontrolliert.

Es sind Pflanzenstoffe, die an dieselben Stellen im Körper andocken wie das Hormon. Melatonin ist sowieso selbst eins.

Ich hatte also die ganze Zeit gedacht, ich gehe einen anderen Weg. Dabei bin ich immer denselben gegangen, nur langsamer.

Ich bin nicht wegen des Schlafs zu ihm gegangen. Ich bin wegen meiner Haut gegangen.

Das ist der Teil der Geschichte, den ich am seltsamsten finde.

Eine Kollegin hatte mir von jemandem erzählt, der sich mit Haut auskennt. Kein Arzt. Ein Rezepturforscher bei einer Hamburger Firma, der ursprünglich chinesische Medizin gelernt hat und seit zwanzig Jahren hier lebt. Er heißt Wei.

Ich bin da hingegangen, weil mein Gesicht müde aussah. So habe ich es damals genannt: müde.

Ich wollte etwas gegen die Falten um die Augen. Eine Creme, ein Serum, irgendwas von außen.

Am Ende des Termins hat er nach etwas gefragt, das bis dahin niemanden interessiert hatte

Wir waren eigentlich schon fertig. Ich hatte meine Jacke in der Hand.

Dann fragte er, wie ich schlafe. Ich habe abgewinkt — schlecht, wie alle in meinem Alter.

Er hat nicht genickt. Er hat nachgefragt.

„Wann wachst du auf?"

Ich musste kurz überlegen, weil mir die Frage so komisch vorkam.

„Zwischen zwei und drei."

„Immer?"

„Eigentlich immer."

Er hat sich hingesetzt, obwohl wir schon fertig waren.

Sechs Jahre, drei Ärzte, ein Schlaflabor, zwei Fragebögen mit genau dieser Zeile. Und der Erste, für den die Antwort einen Unterschied macht, ist ein Mann, zu dem ich wegen meiner Haut gegangen bin.

Er hat ein Blatt Papier genommen und eine Uhr aufgemalt

Keinen Zeiger-Kreis, wie ich ihn kannte. Er hat den Kreis in Abschnitte geteilt und Wörter danebengeschrieben.

Er sagte, in der Medizin, die er gelernt hat, gehört jede Stunde der Nacht zu einem bestimmten Bereich im Körper. Und dass es einen Unterschied macht, in welchem Abschnitt jemand aufwacht.

23 – 1
Wer nicht einschlafen kann
1 – 3
Wer wach liegt und denkt
3 – 5
Wer durchgeschwitzt aufwacht

Dann hat er auf den mittleren Abschnitt getippt.

„Da bist du."

Ich habe gefragt, was denn wäre, wenn ich in einem der anderen beiden Abschnitte aufwachen würde.

Er sagte: Dann bekämst du dasselbe.

Ich habe ihn angeschaut. Dann hätten Sie mich ja gar nicht fragen müssen.

„Doch. Nicht damit ich weiß, was du brauchst. Damit du weißt, dass es kein Zufall ist."

Dann hat er es mir erklärt. Ich gebe es so wieder, wie ich es verstanden habe.

Die drei Zeiten sind nicht drei Krankheiten. Es sind drei Gesichter derselben Sache. Die eine Frau wird abends nicht müde. Die nächste liegt um zwei wach. Die dritte wacht um vier durchgeschwitzt auf. Bei allen dreien steht dasselbe dahinter — nur zeigt es sich zu verschiedenen Stunden.

Und dann kam der Satz, an dem ich zum ersten Mal verstanden habe, worin sich die beiden Medizinen überhaupt unterscheiden.

Der eine Weg nimmt sich jedes dieser Gesichter einzeln vor. Fürs Einschlafen ein Mittel, für die Hitze ein anderes, für die Stimmung ein drittes. Und jedes davon ersetzt von außen etwas, das weniger geworden ist. Drei Beschwerden, drei Wege — dieselbe Idee.

Der andere Weg fragt gar nicht erst, welches Gesicht du gerade hast. Er versucht, das dahinter wieder ins Lot zu bringen.

Nicht ersetzen, was fehlt. Sondern den Haushalt wieder in Ordnung bringen, der es selbst herstellt.

Und dafür, sagte er, braucht es zwei Dinge gleichzeitig. Nicht eins.

Ich will ehrlich sein: Ich habe nicht alles verstanden, was er danach gesagt hat. Es ging um Blut, um Speichern und Verteilen, und um ein Muster, das dort seit sehr langer Zeit beschrieben ist.

Ich bin keine Ärztin. Ich kann das nicht beurteilen, und ich tue auch nicht so.

Aber einen Satz habe ich behalten. Wortwörtlich.

„Wenn es die Uhrzeit ist, dann ist es nicht das Alter. Und dann musst du auch nicht warten, bis es vorbei ist."

Ich habe im Auto geweint. Nicht aus Trauer. Eher, weil zum ersten Mal seit sechs Jahren jemand nicht gesagt hatte, dass ich das aushalten muss.

Was er mir daraufhin aufgeschrieben hat

Er hat dasselbe Blatt umgedreht und zwei Wörter draufgeschrieben.

Auf der Rückseite des Blattes

當歸 — Danggui
„Sollte zurückkehren."

白芍 — Baishao
Wurzel der weißen Pfingstrose

Er hat auf das erste getippt. Das sei das, was in Bewegung bringt und auffüllt.

Dann auf das zweite. Das sei das, was zusammenhält und beruhigt.

Eines gibt nach außen ab, eines holt zurück. Deshalb sind es zwei und nicht eines.

Ein einzelnes davon, sagte er, würde in eine Richtung ziehen und die andere Seite dabei leer lassen. Zusammen halten sie sich gegenseitig in der Waage.

Nicht als Sortiment also, sondern als Paar. In den alten Büchern stehen die beiden seit ungefähr neunhundert Jahren nebeneinander, und zwar immer nebeneinander.

Ich habe gefragt, ob man das kaufen kann. Er sagte ja, überall.

Und dann kam der Teil, der für mich den Unterschied gemacht hat.

Warum es darauf ankommt, welche Dose man nimmt

Er hat mich gefragt, ob ich schon mal Brühe gekocht habe. Also richtig, stundenlang.

Natürlich habe ich das.

Er sagte, es sei derselbe Vorgang. Man nimmt fünf Teile getrocknete Wurzel und kocht sie so lange ein, bis ein Teil übrig bleibt.

Wurzeln köcheln stundenlang in einem Topf ein
„Wie Brühe", hat er gesagt. Fünf Teile rein, ein Teil bleibt übrig. Foto: Dr. Comoi

Das Verhältnis heißt 5:1. Und es steht bei den meisten Dosen im Regal überhaupt nicht drauf.

Er sagte, wo keine Zahl steht, ist meistens nur gemahlenes Pulver drin. Das ist nicht verboten und nicht einmal falsch deklariert. Es ist nur etwas anderes.

Ich habe zu Hause nachgesehen. Auf keiner meiner drei Dosen stand eine Zahl.

Was ich seitdem nehme

Die Firma, bei der er arbeitet, stellt daraus ein Präparat her. Es heißt SIEBEN.

Zwei Kapseln am Morgen. Keine Hormone, kein Melatonin, rezeptfrei. Eine Dose sind sechzig Kapseln, also genau ein Monat.

Wei hält eine SIEBEN-Kapsel zwischen Daumen und Zeigefinger
Fünf Teile Wurzel, stundenlang eingekocht, bis sie da hineinpassen. Foto: Dr. Comoi

Beim zweiten Termin hat er mir Fotos gezeigt

Ich hatte gefragt, warum das Zeug nicht einfach aus irgendeinem Großhandel kommt.

Er hat sein Telefon rausgeholt und mir Bilder gezeigt. Terrassen an einem Hang, ziemlich hoch, ziemlich kahl. Er selbst darauf, im Herbst, mit einer frisch ausgegrabenen Wurzel in der Hand, die Hosenbeine dreckig.

Er hat gesagt, für diese Wurzel sei diese Gegend das, was beim Wein eine gute Lage ist. Ich verstehe nichts von Wein, aber den Satz habe ich verstanden.

Ich kann das nicht überprüfen. Ich war nicht dort, ich habe Fotos gesehen und einem Menschen zugehört, den ich seit zwei Terminen kenne.

Was ich sagen kann: Es war der Moment, in dem ich aufgehört habe, das für ein weiteres Fläschchen aus dem Regal zu halten.

Anmerkung der Redaktion

Woher die Wurzel kommt — die Angaben des Herstellers

Katrin S. berichtet hier, was ihr gezeigt wurde. Wir haben die Angaben bei Dr. Comoi nachgefragt und geben sie hier als das wieder, was sie sind: Angaben des Herstellers.

Terrassenfelder im Hochland von Minxian, Provinz Gansu
Minxian im Kreis Dingxi, Provinz Gansu, rund 2.400 Meter über dem Meer — gut das Doppelte des höchsten Schwarzwaldgipfels.

Anbaugebiet. Danggui wächst in weiten Teilen Chinas. Die Ware aus Minxian gilt dort als die hochwertigste; in der chinesischen Handelssprache gibt es dafür einen eigenen Begriff, vergleichbar mit einer geschützten Herkunft.

Warum die Höhe zählt. Kurze Vegetationszeit, kalte Nächte, früher Frost. Die Pflanze braucht dort drei Jahre bis zur Reife statt einem Jahr in tieferen Lagen.

Ernte. Von Hand, weil die Wurzel bei maschineller Ernte bricht. Eine gebrochene Wurzel trocknet ungleichmäßig.

Wei auf einem Feld in Minxian, eine frisch geerntete Wurzel in der Hand
Wei, Rezepturforscher bei Dr. Comoi, im Herbst 2025 in Minxian. Nach Angaben des Unternehmens hat er die Charge vor Ort ausgewählt.

Trocknung. Ohne Schwefel. Das dauert länger und lässt die Wurzel dunkler aussehen.

Extrakt und Abfüllung. Verhältnis 5:1. Verarbeitung, Abfüllung und Laborprüfung jeder Charge finden in Deutschland statt.

Angaben und Bildmaterial: Dr. Comoi / Brandsstock GmbH. Die vollständige Zusammensetzung steht auf der Produktseite.

Ich habe bestellt und nach neun Tagen fast wieder aufgehört

Die erste Woche war eine Enttäuschung.

Ich bin weiter aufgewacht. Am achten Tag habe ich die Dose in den Schrank gestellt, zu den anderen.

Am neunten Tag habe ich sie wieder rausgeholt, weil ich mir gesagt habe: vier Wochen, das war die Abmachung.

Rückblickend war das die wichtigste Entscheidung der ganzen Sache.

Der Morgen, an dem ich gemerkt habe, dass sich etwas verändert

Es war kein großer Moment. Es war ein Dienstag.

Ich bin aufgewacht und habe wie immer auf die Uhr geschaut. Da stand 04:40.

Ich habe zweimal hingeschaut.

Es war nicht so, dass ich durchgeschlafen hätte. Ich war um zwei kurz wach gewesen — aber ich bin wieder eingeschlafen, und daran konnte ich mich am Morgen kaum erinnern.

In der dritten Woche kam ein Samstag, an dem ich um Viertel nach sieben aufgewacht bin. Von allein.

Mein Mann hat gefragt, ob alles in Ordnung ist. Weil ich am Frühstückstisch geredet habe.

Nach vier Wochen habe ich nachgerechnet

Vorher lag ich fast jede Nacht zwischen zwei und drei wach, oft bis fünf.

Jetzt sind es meistens ein paar Minuten, und ich bin wieder weg.

Unterm Strich sind das bis zu drei Stunden Nacht, die ich vorher nicht hatte.

Ich will nichts behaupten, was ich nicht weiß. Ich weiß nicht, ob es bei jedem so ist. Ich weiß nur, wie meine Nächte vorher waren, und wie sie jetzt sind.

Vorher

  • Fast jede Nacht zwischen zwei und drei wach, oft bis fünf
  • Morgens wie hinter einer Scheibe — da, aber nicht ganz
  • Termine abgesagt, bis irgendwann keiner mehr angerufen hat
  • Kein Kaffee nach zwölf, kein Bildschirm im Bett, trotzdem nichts
  • Rund 2.200 Euro für Dinge, die nichts geändert haben

Heute

  • Wach werde ich manchmal noch — und schlafe wieder ein
  • Ich weiß morgens wieder, worüber ich abends geredet habe
  • Ich sage zu, ohne vorher zu rechnen, wie ich am nächsten Tag bin
  • Zwei Kapseln am Morgen, sonst habe ich nichts umgestellt
  • Bis zu drei Stunden Nacht, die ich vorher nicht hatte

Und ich weiß, dass ich im Oktober wieder zu meiner Schwester gefahren bin. Zwei Stunden Autobahn, allein.

Aus dieser Charge sind bis heute 122 Dosen reserviert.

Aus der Ernte dieses Jahres

SIEBEN auf der offiziellen Seite ansehen

Vier Wochen, zwei Kapseln am Morgen. Zusammensetzung, Preise und Versand stehen dort vollständig.

Ich bin nicht die Einzige

Dr. Comoi verschickt jede Woche Beiträge wie diesen. Auf manche antworten Leserinnen einfach — nicht auf ein Formular, sondern per Mail, an Wei persönlich.

Man hat mir ein paar davon gezeigt. Sie stehen hier so, wie sie geschrieben wurden. Nichts geglättet, nichts korrigiert.

RE: Warum trockene Haut im Herbst kein Hautproblem ist  ·  30.08.2026

Guten Tag, Dr Wei, lese immer mit großem Interesse Ihre aussergewöhnlichen Berichte. Von TCM habe ich vor fast 30 Jahren zum 1. Mal gehört und gelesen und bin 1 Anhängerin dieser jahrtausend alten Philosophie von: KÖRPER, GEIST & SEELE geworden, die in Einklang für 1 gesunden Menschen stehen soll! und mit der westlich ausgeübten Medizin wenig zu tun hat.

Es ist meine persönliche Lebenserfahrung: wenn die SEELE weint und der GEIST rebelliert, dann der KÖRPER anfängt zu schreien… lange dachte ich, es sei umgekehrt.

Gitta Gärtner

Keine dieser Frauen schreibt über Kapseln. Sie schreiben darüber, dass ihnen zum ersten Mal jemand eine andere Reihenfolge angeboten hat.

Genau das war bei mir auch der Punkt. Nicht das Mittel. Die Frage davor.

Und wenn es bei dir nichts bringt?

Dann bringt es nichts. Das kann passieren.

Ich habe sechs Jahre lang Dinge probiert, die nichts gebracht haben, und ich werde hier nicht so tun, als sei diesmal alles garantiert.

Was ich sagen kann, ist das hier: Eine Dose ist genau ein Monat. Das ist auch der Zeitraum, über den Wei überhaupt redet — er sagt, für eine einzelne Nacht sei diese Rezeptur nie gedacht gewesen.

Vier Wochen sind also keine Empfehlung, die man dir verkauft. Es ist die Zeit, nach der du selbst etwas zu sagen hast.

90 Tage Rückgaberecht — und was das konkret heißt

Dr. Comoi gibt auf jede Dose 90 Tage Rückgaberecht ab Lieferung, solange sie ungeöffnet und versiegelt ist. Bei einem Dreierpack gilt das für jede Dose einzeln.

Das ist kein Werbesatz, sondern der praktische Punkt bei einer Ware, von der es im Jahr nur eine Ernte gibt: Du kannst dir jetzt einen Platz in dieser Charge sichern, ohne dich heute endgültig entscheiden zu müssen. Wenn du drei Monate später zu dem Schluss kommst, dass es nichts für dich ist, geht die ungeöffnete Dose zurück.

Davon unberührt bleibt dein gesetzliches Widerrufsrecht von 30 Tagen. Die genauen Bedingungen stehen vollständig auf der Produktseite — dort steht auch, was der Versand kostet und wann er losgeht.

Wenn du es ausprobierst, mach eine Sache, die ich damals nicht gemacht habe:

Schreib eine Woche lang auf, wann du aufwachst. Nur die Uhrzeit, sonst nichts.

Dann hast du nach vier Wochen etwas, womit du vergleichen kannst. Und du bist nicht auf dein Gefühl angewiesen, das morgens um sieben sowieso nichts taugt.

Warum es nicht unbegrenzt davon gibt

Die Wurzel wird einmal im Jahr geerntet, im Herbst, und braucht dort oben drei Jahre bis dahin.

Nach dem Trocknen, dem Aussortieren und der Prüfung bleibt gut die Hälfte übrig. In einem schlechten Jahr weniger.

Aus tieferen Lagen gäbe es sie das ganze Jahr über und billiger. Drei Winter und ein Winter ergeben aber nicht dieselbe Wurzel.

Deshalb gibt es keine laufende Produktion, sondern eine Charge. Ist sie weg, ist sie weg — bis zum nächsten Herbst.

P.S. — Wenn du nur eine Sache aus diesem Text mitnimmst, dann diese: Schau beim nächsten Mal auf die Uhr. Nicht auf den Wecker, um auszurechnen, wie viel Nacht noch übrig ist — sondern auf die Uhrzeit selbst. Wenn da regelmäßig etwas zwischen eins und drei steht, dann ist das kein Zufall und kein Charakterfehler. Es ist ein Muster. Und Muster kann man ansehen.

P.P.S. — Mila war letztes Wochenende wieder da. Wir saßen morgens am selben Küchentisch. Sie hat mich angeschaut, so wie sie das tut, und gesagt: „Oma, du lachst wieder mit den Augen." Sie ist sechs, sie weiß nicht, was sie da gesagt hat. Ich schon. Ich sehe den ganzen Tag Gesichter an — und ich hatte meines seit Jahren nicht mehr so gesehen.

P.P.P. — Die Wurzel kommt einmal im Jahr, im Herbst. Was aus dieser Charge weg ist, ist weg, und die nächste ist ein Jahr entfernt. Mit den 90 Tagen Rückgaberecht bedeutet das: Du kannst dir den Platz jetzt sichern und in Ruhe entscheiden. Andersherum geht es nicht — abwarten und später doch wollen, das ist die Reihenfolge, die nicht funktioniert.

Zu diesem Beitrag: Es handelt sich um einen aufgezeichneten Leserbericht. Der Name der Autorin ist auf ihren Wunsch abgekürzt. Individuelle Erfahrungen sind keine Aussage darüber, was bei anderen Personen eintritt.

Wichtiger Hinweis: SIEBEN ist ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Arzneimittel. Es ist nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu heilen, zu lindern oder ihnen vorzubeugen, und ersetzt keine ärztliche Behandlung, keine ausgewogene Ernährung und keine gesunde Lebensweise. Die empfohlene Tagesdosis darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Bei bestehender Medikamenteneinnahme — insbesondere Blutgerinnungshemmern —, in der Schwangerschaft und Stillzeit vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen.

Die Darstellungen zur chinesischen Medizin geben eine traditionelle Lehre wieder und sind keine medizinische Aussage über die Wirkung der enthaltenen Pflanzen.

Quellen: SWAN, JAMA Internal Medicine 2015 · Cochrane Database of Systematic Reviews, CD001395.

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